Posts from the ‘Buon giorno, Italia!’ category

Im Land, wo die Zitronen blühen …

DSC_2531… wollte ich eigentlich gar nicht leben. Wie es soweit kommen konnte, dazu noch mit krimineller Energie

Eins vorweg: Ich wollte nie auswandern. Und schon gar nicht nach Italien. Reisen ja, immer schon, gerne, lange, weit – aber Italien? Existierte für mich nur auf der Durchreise zur Fähre nach Griechenland. Keine Schwärmerei für bellezza und dolce vita, Vespa und Venedig – alles spurlos an mir vorbeigezogen. Weiterlesen…

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Lebenslieder

Als ich 16 Jahre alt war, schenkte mir eine Freundin meiner Mutter eine LP. Vom cover guckte mich ein Typ mit Strickmütze und Nickelbrille an: Lucio Dalla. Auch wenn ich mich lange noch nicht für Italien interessieren sollte und mir die allgemeine deutsche Toskanafraktion mit ihrer Schwärmerei von dolce vita und tralalala sonstwo vorbei ging, aber diese italienischen Liedchen von dieser Platte von … wie hieß der noch gleich? … die hab ich immer wieder vor mich hingesummt, während Udo Lindenberg und die Neue Deutsche Welle und allerlei Rock und Jazz mein Leben beschallte. Weiterlesen…

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in memoria …

ApresepePentema 339nfang Januar, irgendwo im ligurischen Appenin, eine ziemlich kurvige halbe Stunde vom Meer entfernt: aus dem Tal über einen Pass mit spektakulärer Aussicht auf Mittelmeer und Seealpen. Das schmale Asphaltband  kräuselt sich waghalsig in scharfen Kurven und wo es endet, dort verkrümelt sich ein Dorf zwischen Wäldern und verwilderten Terrassenfeldern – Pentema.

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Mal normal sein

Dieser Tage reiben wir uns die Augen. Es ist, als ob im Fernsehen „Tutti Frutti“ plötzlich durch das „Wort zum Sonntag“ ausgetauscht worden wäre, statt Austern und Schampus gibt’s Brot und Butter und nach der wüsten Party in sturmfreier Bude kommen die Eltern zu früh nach Hause zurück: Schnapsleichen schnarchen noch auf dem Sofa, Bierpullen kullern über’s Parkett, es riecht nach Rauch und Alkohol und anderen unappetitlichen Exkrementen. Rums – Tür auf, Frischluft, Aufräumen. Hopp hopp hopp. Und alle, ja irgendwie sind alle erleichtert, aus dem Rausch aufzuwachen. Große Einigkeit in Italien. Jetzt geht’s in die Ausnüchterung. In den Entzug. Weiterlesen…

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Gute Frage

„Mamma? Ist Berlusconi denn zurückgetreten?“

„Jupp!“

„Und jetzt? Ist der jetzt nur noch ein alter Mann?“

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Geschafft!!


Vor zehn Tagen haben wir den selbsternannten Ritter voodoo-mässig angezählt, wie einen Boxer im Ring, der längst taumelt und zu keiner klaren Reaktion mehr fähig ist. DerCountdown lief – und pünktlich am 12.11.2011 tat er uns den Gefallen und spielte mit!

Hier das Lied zum Abschied:

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Voodoo gegen Bunga Bunga: Letzter Tag … und Schluss!

War das ein perfektes timing? Ausgezählt. Am letzten Voodoo-Tag verlässt Silvio Berlusconi um 21.42 Uhr den Palast des Staatspräsidenten Napolitano durch den Seitenausgang. Drinnen hat er seinen Rücktritt eingereicht, draußen jubiliert ein Chor „Hallelujah“. Silvio Berlusconi hat zum ersten Mal ein Versprechen gehalten und ist zurückgetreten. Uff. Pünktlich nach zehn Tagen – soll noch mal einer was gegen Voodoo sagen.

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Voodoo – Tag 3&2

Hatte jemand zum Voodoo Gegenschlag ausgeholt? Aufgrund technischer Probleme fiel Tag 3 des countdown leider aus.

Unterdessen veröffentlichte die Repubblica bereits ein schönes „Best of …“ aus den letzten 19 Jahren – Artikel, Videos und Fotos, damit wir nichts, nichts vergessen.

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Voodoo – Tag 4

Die Mehrheit ist dahin, rette sich wer kann. Aber Berlusconi wäre nicht Berlusconi, wenn er schlicht zurücktreten würde. Am Morgen danach, also nach dem „demnächst-bin-ich-dann-vielleicht-mal-weg“, drehte Berlusconi eine Runde durch Radio und Fernsehen, in La Stampa konnte man bereits ein erstes Interview lesen. Weiterlesen…

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Die Mehrheit ist futsch. Nächste Woche, nach der Abstimmung über den Stabilitätspakt, wird Berlusconi zurücktreten. So trocken klingt das also. Darf man schon feiern? Wo ist der Trick? Sollte es das tatsächlich endlich gewesen sein? Plötzlich breitet sich eine ungläubige Leere aus - ich glaub's erst, wenn er weg ist, wirklich richtig ganz und gar weg. (Bild: il fatto quotidiano)

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