Römische Aussicht: Wo ist das?

Ein Bilderrätsel: Das da bin ich, mit Fahrrad in Rom auf Recherche für „Signora Sommer Tanzt Den Blues“. Aber wo ganz genau stehe ich und was sehe ich unter mir? Na? Bisschen billig, ich weiß, zumindest, wenn ihr „Signora Sommer …“ gelesen habt oder mal in Rom ward. Falls nicht, tja, dann wird‘s Zeit – für das eine wie das andere.

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Im Land, wo die Zitronen blühen …

… wollte ich eigentlich gar nicht leben. Aber dann verschlug es mich nach Apulien, auf den allerletzten Zipfel von Italien. Mein erster Roman konnte nur kriminell werden.

Eins vorweg: Ich wollte nie auswandern. Und schon gar nicht nach Italien. Reisen ja, immer schon, gerne, lange, weit – aber Italien? Existierte für mich nur auf der Durchreise zur Fähre nach Griechenland. Keine Schwärmerei für bellezza und dolce vita, Vespa und Venedig – alles spurlos an mir vorbeigezogen.

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Mein Apulien – Dein Apulien …

Auf dem Blog „Mein Apulien“ rede ich mit Corinna über Apulien, das Leben in Süditalien und „Vino mortale“

meinapulien

autor_1551 Kirsten Wulf

Die deutsche Journalistin und Autorin Kirsten Wulf lebt und arbeitet nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Lecce, Apulien, seit einigen Jahren in Genua. Im Juni dieses Jahres ist ihr dritter Apulienkrimi„Vino Mortale“im Kiwi-Verlag erschienen. Ich freue mich sehr, dass sie sich bereit erklärt hat, mir für einen Beitrag auf meinem Blog „ein paar Fragen“ zu beantworten. Obwohl es am Ende überraschend viele Fragen geworden sind, hat sie sich dennoch nicht abschrecken lassen, über ihr Verhältnis zu Apulien und ihr Dasein als Autorin zu plaudern.

Corinna: Kirsten, mein Blog nennt sich „MeinApulien“. Auch dich hat es eher ungeplant aufgrund des Jobs deines Mannes nach Lecce verschlagen. Sprechen wir also über „dein Apulien“. Wie war es für dich, in Apulien anzukommen? Wie hat sich in den sieben Jahren dein Verhältnis zu der kleinen Stadt Lecce entwickelt. Woran erinnerst du dich am liebsten zurück? Was in Apulien kannst du meinen Bloglesern ganz besonders…

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„Schreiben ist anstrengend …“

 

Über das schreibende Leben hat mich die Kollegin Sarah Coppola-Weber für die Tessiner Zeitung interviewt

Pizzzica – neu aufgelegt

NotteDellaTarantaTamburin

„Oh Santu Paulu meeeuuuu te le tarante ….“ hallt es durch die Sommernacht, ein Tamburin rasselt, dann dumpfe Schläge wie der Rhythmus des Herzens, sie werden schneller und schneller, tosen über über die Piazza und bis niemand mehr still steht. Pizzica – die Musik des Volkes.

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Tanz der Tarantel – der Soundtrack

Jedes Buch hat einen Soundtrack. Eine Musik, die mich beim Schreiben ans Händchen nimmt und für eine Weile die vielen netten und lästigen Ablenkungen zur Seite schiebt, die jenseits des Schreibtisches lauern, von ungelesenen Zeitungen bis zu ungewaschenen Socken. Allerlei Verführungen, die verhindern, dass die nächsten drei Seiten oder fünf Sätze oder überhaupt irgendetwas geschrieben wird. Der Soundtrack entführt mich in die Welt, in der ich mich mit meinem belletristischen Personal vergnüge, in der ich dem Commissario hinterher laufe und versuche, seinen Gedanken zu folgen oder plötzlich eine Person auftaucht, die ruft: „Hallo, hallo! Ich will auch noch mitmorden!“

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in memoria …

Anfang Januar, irgendwo im ligurischen Appenin, eine ziemlich kurvige halbe Stunde vom Meer entfernt: aus dem Tal über einen Pass mit spektakulärer Aussicht auf Mittelmeer und Seealpen. Das schmale Asphaltband  kräuselt sich waghalsig in scharfen Kurven und wo es endet, dort verkrümelt sich ein Dorf zwischen Wäldern und verwilderten Terrassenfeldern – Pentema.

Ungefähr zehn Menschen leben noch in den Häusern, die sich an den Hang rund um die Kirche drücken. Im Sommer kommen die Ehemaligen zurück in ihr romantisches Dorf, 500 Menschen wuseln dann durch die engen Gassen. Aber ansonsten ist es still in Pentema. Ziemlich still. Was also tun?

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Mal normal sein

Dieser Tage reiben wir uns die Augen. Es ist, als ob im Fernsehen „Tutti Frutti“ plötzlich durch das „Wort zum Sonntag“ ausgetauscht worden wäre, statt Austern und Schampus gibt’s Brot und Butter und nach der wüsten Party in sturmfreier Bude kommen die Eltern zu früh nach Hause zurück: Schnapsleichen schnarchen noch auf dem Sofa, Bierpullen kullern über’s Parkett, es riecht nach Rauch und Alkohol und anderen unappetitlichen Exkrementen. Rums – Tür auf, Frischluft, Aufräumen. Hopp hopp hopp. Und alle, ja irgendwie sind alle erleichtert, aus dem Rausch aufzuwachen. Große Einigkeit in Italien. Jetzt geht’s in die Ausnüchterung. In den Entzug.

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Gute Frage

„Mamma? Ist Berlusconi denn zurückgetreten?“

„Jupp!“

„Und jetzt? Ist der jetzt nur noch ein alter Mann?“

Geschafft!!


Vor zehn Tagen haben wir den selbsternannten Ritter voodoo-mässig angezählt, wie einen Boxer im Ring, der längst taumelt und zu keiner klaren Reaktion mehr fähig ist. DerCountdown lief – und pünktlich am 12.11.2011 tat er uns den Gefallen und spielte mit!

Hier das Lied zum Abschied:

Voodoo gegen Bunga Bunga: Letzter Tag … und Schluss!

War das ein perfektes timing? Ausgezählt. Am letzten Voodoo-Tag verlässt Silvio Berlusconi um 21.42 Uhr den Palast des Staatspräsidenten Napolitano durch den Seitenausgang. Drinnen hat er seinen Rücktritt eingereicht, draußen jubiliert ein Chor „Hallelujah“. Silvio Berlusconi hat zum ersten Mal ein Versprechen gehalten und ist zurückgetreten. Uff. Pünktlich nach zehn Tagen – soll noch mal einer was gegen Voodoo sagen.

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Voodoo – Tag 3&2

Hatte jemand zum Voodoo Gegenschlag ausgeholt? Aufgrund technischer Probleme fiel Tag 3 des countdown leider aus.

Unterdessen veröffentlichte die Repubblica bereits ein schönes „Best of …“ aus den letzten 19 Jahren – Artikel, Videos und Fotos, damit wir nichts, nichts vergessen.

Voodoo – Tag 4

Die Mehrheit ist dahin, rette sich wer kann. Aber Berlusconi wäre nicht Berlusconi, wenn er schlicht zurücktreten würde. Am Morgen danach, also nach dem „demnächst-bin-ich-dann-vielleicht-mal-weg“, drehte Berlusconi eine Runde durch Radio und Fernsehen, in La Stampa konnte man bereits ein erstes Interview lesen. Weiterlesen

… Tag 5

Die Mehrheit ist futsch. Nächste Woche, nach der Abstimmung über den Stabilitätspakt, wird Berlusconi zurücktreten. So trocken klingt das also. Darf man schon feiern? Wo ist der Trick? Sollte es das tatsächlich endlich gewesen sein? Plötzlich breitet sich eine ungläubige Leere aus - ich glaub's erst, wenn er weg ist, wirklich richtig ganz und gar weg. (Bild: il fatto quotidiano)